Stilles Ertrinken bei Kindern. Ich habe nie geglaubt, dass sie sich wirklich nicht bemerkbar machen, bis wir selbst eine gefährliche Situation erlebt haben. Und: Es stimmt!!

Stephanie Hofschlaegerpixelio.de

Warten eure Kinder auch so sehnlichst auf gutes Wetter? Schon seit Tagen liegen die Badesachen der Kinder parat, sie werden anprobiert, wieder ausgezogen, in den Kindergarten gebracht… Aber noch ist das Wetter einfach zu schlecht, um die Kinder im Garten plantschen zu lassen. Das soll sich ja bald ändern. Wäre doch super, wenn der Wettergott ein Einsehen hätte und endlich ein paar Sonnenstrahlen zu uns schicken würde! Ansonsten müssen wir wohl weiterhin die Tage bis zum Urlaub zählen…

Gleichzeitig möchte ich euch aber pünktlich vor den Sommerferien und zu Beginn der Schwimmbad-Saison eine Warnung mit auf den Weg geben, im Schwimmbad gut auf eure Kinder aufzupassen. Stichwort: stilles Ertrinken. Wasser ist gefährlich, und schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schlimme Folgen haben.

Ich habe lange überlegt, ob ich mich öffentlich dazu bekennen soll, dass es uns fast passiert ist. Dass unser Kind fast ertrunken ist. Dass wir Eltern nicht gequatscht haben, dass wir nur Millimeter entfernt waren, als es passiert ist. Aber ich möchte gerne für dieses Thema sensibilisieren. Es ist schließlich ein Unterschied, ob man in den Medien einen unpersönlichen Zeitungsbericht liest, oder ob es einer Freundin, einer Bekannten oder eben einer Bloggerin passiert ist, bei der man hin und wieder mitliest.

Stilles Ertrinken bei Kindern

Stilles Ertrinken

Wir Mütter wissen, dass die Kleinen schon in Pfützen ertrinken können. Dass sie keinesfalls unbeaufsichtigt Baden dürfen. Weil Kinder nicht um sich treten oder schreien, wenn sie ertrinken, sondern sich überhaupt nicht bewegen. Ganz ehrlich – ich hatte das zwar gelesen, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass das wirklich stimmt.

Oder bis zu welchem Alter das so ist. Bis wir dann letzten Sommer eine gefährliche Situation beim Schwimmen hatten, in der uns genau dieses stille Ertrinken vor Augen geführt wurde. Vielleicht sollte es mir peinlich sein, das zu erzählen. Aber nein, wir hatten aufgepasst. Mein Mann und ich waren direkt bei Marie. Und ich möchte nochmal drauf aufmerksam machen, dass man Kinder am Wasser wirklich keine Sekunde lang aus den Augen lassen darf.

Unser Schreckensmoment am Pool

Mein Mann war mit Marie auf der Toilette gewesen, und sie kamen zurück ans Becken. Ich war dort mit ihrer Schwester, die auch noch nicht schwimmen konnte. Ich drehte mich kurz zu Marie um und schaute wieder zu Hanna. Mein Mann stand ja mit den Schwimmflügeln in der Hand direkt neben ihr. Dann ein PLATSCH – Marie war unbemerkt von mir ins Wasser gesprungen. Ohne Schwimmflügel. Erst als mein Mann mich lauthals rief, erfasste ich, was passiert war. Marie war da gerade 3 Jahre alt geworden und NOCH NIE zuvor vom Beckenrand gesprungen.

Gott sei Dank war sie direkt neben mir ins Wasser gesprungen, so dass ich schnell sah, dass sie nur Zentimeter neben mir unterging. Ohne auch nur mit den Armen zu wedeln oder mit den Beinen zu strampeln. Sie ging einfach unter wie ein Stein. So sieht also stilles Ertrinken aus! Auf diese Erfahrung hätte ich gut verzichten können.

Als meine Schrecksekunde endlich vorbei war, schnappte ich sie etwa in Höhe meiner Taille und zog sie wieder nach oben. Als ich sie sicher in meinen Armen hatte, heulte ich los. Ob sie heulte oder einfach nur nach Luft schnappte, kann ich gar nicht mehr sagen. Sie ging über diese Situation hinweg, als wäre sie gar nicht passiert. Aber wie dieses Kind vor mir unterging, das ist ein Anblick, den ich nie vergessen werde.

Kinder sind unvorhersehbar

Stephanie Hofschlaeger_pixelio de Schwimmen

Wie leicht hätte das anders ausgehen können! Hätte ich gerade mit Hanna schwimmen geübt und sie hätte gerade keine Schwimmflügel gehabt, was hätte ich getan? So kamen wir mit dem Schrecken davon. Mein Mann und ich schrien uns dann gegenseitig an und sind bis heute vermutlich der Meinung, dass der jeweils andere Schuld daran war. Aber letztendlich ist es egal. Wir hatten wahnsinniges Glück, dass nichts passiert ist. Und mir persönlich ist ein enormer Respekt vor Wasser geblieben.

Also bitte: Bildet euch nichts drauf ein, wenn ihr mit 2 oder 3 kleinen Kindern alleine Schwimmen geht. Das ist fahrlässig! Auch wenn Kinder schon schwimmen können, kann es jederzeit zu gefährlichen Situationen kommen. Mir würde es im Traum nicht einfallen, mit den beiden alleine ins Schwimmbad zu gehen. Kinder reagieren absolut unvorhersehbar, eben wie noch nie zuvor. Und dann ist es gut, wenn man nicht alleine ist. Passt auf eure Kinder auf, und erspart euch diesen Anblick eures hilflosen Kindes! Stilles Ertrinken ist kein Phänomen, sondern es stimmt wirklich: Wenn ihr nicht aufpasst, werdet ihr es nicht bemerken, wenn das Kind direkt neben euch untergeht. Ich habe es erlebt. Einmal und nie wieder…

Deshalb haben wir mit der großen Schwester so bald wie möglich einen Schwimmkurs besucht. Leider haben wir keinen Glücksgriff gemacht… Der Bericht folgt in ein paar Tagen mit einer kurzen Checkliste, worauf ihr bei der Auswahl eines guten Schwimmkurses unbedingt achten solltet! Außerdem möchte ich euch mit in den Urlaub nehmen! Also, virtuell jedenfalls. Tragt euch in den Newsletter ein, und ich lasse euch teilhaben an unseren Urlaubsvorbereitungen (immer seeeehr stressig) und natürlich auch bei unserem Urlaub selbst mit hoffentlich tollen Wetter und gut gelaunten Kindern. 🙂

Bild 1 und 3: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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